Fettabsaugung beim Mann
Das Problem Übergewicht nimmt auch bei uns immer weiter zu. Nicht nur Frauen sind betroffen, sondern auch bei Männern fängt das Fett immer mehr an sich zu sammeln. Übergewicht ist nicht nur ein rein ästhetisches Problem, sondern kann auch zu schweren Beeiträchtigungen der Gesundheit führen. Ablagerungen in den Gefäßen, die zu Herzproblem bis hin zum Herzinfarkt führen können, Schlaganfall aufgrund von der durch das Übergewicht resultierenden Bewegungsarmut und Schäden an den Gelenken aufgrund der starken Belastung. Das sind aber nur die am häufigsten von Ärzten benannten Probleme. Viele vergessen die psychische Beeinträchtigung die das Leben mit sich bringt, wenn der Körper nicht dem gesunden Maß entspricht. Das Selbstwertgefühl sinkt, in schlimmen Fällen wird dadurch auch die soziale Struktur beeinflusst.
Auf dem Diätmarkt gibt es fast wöchentlich eine neue Diät, die Wunder verspricht, doch auch das hat seine Tücken. Diätpillen haben oftmals fatale Folgen, wenn man sie nicht von einem Fachmann verordnet bekommt und man einer ständigen Kontrolle unterliegt.
Sport ist eine gesunde und bis zu einem gewissen Grad auch realisierbare Variante um Gewicht zu verlieren. Aber auch hier muss eine Grundvorraussetzung gegeben sein: Man muss körperlich zumindest minimal belastbar sein.
Das ist aber nicht immer der Fall. Es gibt schwer behinderte Menschen, denen eine sportliche Betätigung nicht möglich ist. Und es gibt auch immer wieder Fälle, wo manche Fettreserven einfach nicht wegzubekommen sind. Gerade bei Männern lagern sich Fettbestände besonders im Bauch ab und es ist sehr schwer diesen Herr zu werden. In diesem Falle kommt dann eine Fettabsaugung in Betracht. Trotz vieler gegenteiliger Berichte ist dieser Eingriff ein Risiko für die Gesundheit und sollte nur nach genauem Abwägen des Für und Wider und nach eingehender Beratung durch einen spezialisierten Arzt durchgeführt werden.
Die Fettabsaugung, fachlich Liposuktion genannt, wird in den meisten Fällen in Vollnarkose und mit stationärer Nachbehandlung im Krankenhaus ausgeführt. Es gibt Praxen die eine Behandlung auch unter örtlicher Betäubung durchführen, aber das ist nicht zu empfehlen, da der Eingriff in diesem Falle ambulant durchgeführt wird und man bei Komplikationen kein kompetentes Fachpersonal an seiner Seite hat.
Die gängigste Methode der Liposuktion ist die punktgenaue Absaugung. Die Unterhautfettzellen, sind 0,5 - 2 cm große, traubenähnliche Gebilde, die sich in dünnen Hüllen befinden. Der Chirurg dringt mit einer sogenannten Minikanüle durch einen kleinen Schnitt in die Fettdepots ein und kann dann durch Unterdruck das überschüssige Fett absaugen. In der Regel ist keine oder nur eine winzige Narbenbildung zu erwarten.
In der zweiten nicht ganz so häufig angewandten Methode wird das Fett vorab durch Ultraschall zertrümmert und dann mittels Kanüle abgesaugt.
Allerdings sollte die Fettabsaugung nie erste Wahl im Kampf gegen das Übergewicht sein, da dieser Eingriff Risiken mit sich bringt.
Viele gerade übergewichtige Patienten sind anfällig für Komplikationen die in der Narkose durch das Narkosemittel auftreten können. Aber auch der Eingriff selbst birgt Risiken. Aus ästhetischer Sicht besteht beispielsweise das Risiko, das sich nach dem Eingriff Assymetrien bilden oder Dellen zurückbleiben. Auch das Auftreten sogenannte Hyperpigmentierungen ist in Betracht zu ziehen.
Schlimmer aus medizinscher Sicht sind die chirugischen Risiken, wie die Bildung von großen Hämatomen, Perforationsverletzungen, Infekten bis hin zur Sepsis, Thrombosen, Embolien oder Nekrosen. In den meisten Fällen sind diese Folgen ohne bleibende Schäden behandelbar, in Einzelfällen haben sie aber auch schon zum Tode geführt.
Fettabsaugen kann eine Lösung sein, bei Menschen denen es mit gesunder Ernährung nicht gelungen ist, ihr Gewicht zu minimieren und dauerhaft in den Griff zu bekommen. Allerdings sollte man wirklich darauf achten sich in die Hände eines ausgewählten Chirurgen zu begeben und im Zweifel auch einen zweiten Arzt zu Rate ziehen.





